Unsterblicher Kräuterquark

Ich hatte vor ein paar Tagen ein erstaunliches Erlebnis bezüglich Mindesthaltbarkeitsdatum bei Milchprodukten. Ich weiß durch eigene Erfahrung, dass Joghurt einige Monate in meinem Kühlschrank überlebt. Aber nun hab ich einen Kräuterquark aus meinen Kühlschrank gezogen auf dem das MHD 03.01.13 stand.

Er war also ein Jahr alt und von Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack völlig ok.

Ich denke man kann MHDs bei Milchprodukten mit Milchsäurebakterien die noch Orginal-verschlossen sind, getrost ignorieren. Ihre Haltbarkeit hängt wohl rein von der Hygiene in der Molkerei ab.

nachgekocht: türkische Linsensuppe

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Im Kula bei Steph gib es das Rezept dieser leckeren schnellen Suppe. Praktischer Weise hatte ich alle Zutaten daheim. Ok, ich hatte kein Ajvar, aber war auch so schon mal lecker. War in einer halben Stunde fertig.

türkische Linsensuppe

Für 2 Vorspeisen-Portionen oder 1 Portion mit mittleren Appetit hatten folgenden Mengen gereicht:

  • 1 Tasse rote Linsen
  • 3 Tassen Gemüsebrühe
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/2 große Karotte
  • 2 confierte Knoblauchzehen
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1/2 TL Biber salçası (Paprikamark scharf. Bei der milden Variante kanns mehr sein und dann noch etwas Chili zum abschecken)
  • Cumin, Pfeffer, Sumach
  • Olivenöl
  • Joghurt

Die Linsen gut abspülen. Zwiebel und Karotte in kleine Würfel schnippeln. Beides in Olivenöl anbraten. Die Linsen dazu und auch kurz mitbraten. Mit der Brühe ablöschen. Paprika- und Tomatenmark sowie den Knoblauch dazu und dann ca 20min köcheln lassen, bis Linsen und Karotten weich sind. Das Ganze mit dem Zauberstab pürieren und mit Cumin, Pfeffer und Sumach abschnecken. Mit großen Klecks Joghurt servieren.

Spätzle mit Kräuterseitlingen und Speck

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Ich hab mal wieder Kräuterseitlinge beim Einkaufen entdeckt, was eine Seltenheit bei mir ist, und sie deswegen natürlich sofort mitgenommen. Letztes Wochenende hab ich zum ersten mal selbst Spätzle gemacht. War einfacher als gedacht, also wollt ich sie dazu machen. Tolles schlichtes Gericht. Die Spätzle und Pilze in Butter geschwenkt und dazu der Speck. Super lecker. Hätte nur noch einen kleinen Salat als Beilage gebraucht um vollkommen zu sein.

  • 100 g Kräuterseitlinge
  • 50 g geräucherter Speck
  • 100 g Mehl
  • 1 Ei
  • ca 80 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • Butter

Einen geschmeidigen Spätzleteig aus Mehl, Wasser, Ei und einer Prise Salz zubereiten und mit dem Holzlöffel kräftig durchschlagen. Ich mache das lieber eine Stunde vorm Kochen, damit der Teig noch etwas ruhen kann. Beim Mehl hab ich normales Weizenmehl und 1/4 Weizenvollkornmehl genommen. Eine tolle Seite wo das Spätzle-Machen genau erklärt wird, findet sich hier.

Die Pilze putzen und mundgerechte Stücke schneiden. Den Speck in kleine Stifte schneiden. Das Wasser zum Spätzle kochen aufsetzen. Solange den Speck in einer Pfanne kross braten und beiseite stellen. Nach und nach die Spätzle in das gesalzene und sprudelnde Wasser schaben. Die Spätzle, nachdem sie an die Oberfläche gekommen sind, mit einem Schaumlöffel herausfischen und beiseite stellen. Wenn der ganze Teig verbraucht wurde, in der Pfanne 1-2 EL Butter schmelzen lassen und die Spätzle durch schwenken. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Spätzle beiseite stellen. Die Pilze in einer weiteren Portion Butter hellbraun schmoren. Den Speck kurz dazu geben, damit er wieder warm wird und die Pilze was vom Salz abbekommen. Dann alles zusammen auf einen Teller geben und verputzen.

Meine Spätzle gewinnen sicher keinen Schönheitswettbewerb aber ich finds immer noch erstaunlich wie genial einfach nur frische Spätzle mit Butter schmecken.
Im Hintergrund des Bildes ist zwar ein bisschen Soße zu sehen. Die kann man aber getrost vergessen, stört nur (obwohl sie nicht schlecht geschmeckt hat). Lenkt vom Geschmack der anderen Sachen nur ab.

Nachgekocht: Feldsalat-Suppe

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Ich liebe Feldsalat. Hab mir am Wochenmarkt welchen mitgenommen und wollte ihn eigentlich als Beilagen-Salat essen. Hab ihn dann aber vergessen. Und gestern Abend hatte ich keinen großen Hunger und wollte den Salat endlich verputzen, aber nicht kalt. Ich erinnerte mich an die Feldsalatsuppe, die mein Freund mal gekocht hatte. Leider konnte ich ihn gerade nicht zum Rezept befragen, also hab ich los gegoogelt. Zu meiner großen Freude hab ich in Christinas ‘New Kitch on the Blog’ ein Rezept für Feldsalatsuppe gefunden.

Ich hatte leider keinen Speck da. Zudem hatte ich eine doppelte Portion Feldsalat, aber so wurde die Suppe etwas sämiger. War auch ohne Speck sehr lecker. Mjam

geschichteter Wirsingkuchen

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Zutaten:
6 dicke Scheiben Brot (Vollkornbrot)
1 Wirsing (ca. 1 kg)
1 Zwiebel
750 g Rinderhack
Öl
Salz, Pfeffer, Kümmelsaat, Paprikapulver
Tomatenmark
300 g geraspelter Käse
300 ml Fleischbrühe

Vorbereitung:
Von dem Wirsing genügend Blätter entfernen, damit das Ganze nachher umschlossen wird. Am besten Topf/Gefäß damit “trocken” auslegen zum Test. Den Strunk jeweils entfernen, diese Blätter dann blanchieren. (kaltes Wasser danach nicht vergessen)

Restliche Wirsingblätter in mundgerechte Stücke schneiden. (Strunk entfernen nicht vergessen) Zwiebel würfeln.

Brot in grobe Stücke schneiden.

Zubereitung:

Das Brot anrösten in einer Pfanne mit wenig Öl.

Hack mit ein wenig Öl in einer Pfanne anbraten. Dabei mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Kümmelpulver würzen. Wenn das Hack angebraten ist, wegstellen.

In der Pfanne mit wenig Öl Kohl und Zwiebeln anbraten, dabei großzügig würzen mit Salz, Zucker, Pfeffer, Paprikapulver, Kümmel. Danach Tomatenmark hinzufügen, kurz anrösten, Hack wieder dazugeben und dann ein wenig von der Brühe dazugeben und das Ganze kurz auf niedriger Temperatur köcheln lassen.

Das Gefäß (Topf, hohe Serverpfanne) einölen und mit den blanchierten Wirsingblättern auslegen. Genügend davon übrig lassen, dass nachher der “Deckel” daraus hergestellt werden kann.

Pfanne mit Blättern ausgelegt

Die Hälfte der Hackmischung einfüllen, dann mit der Hälfte des Brotes bedecken und mit der Hälfte des Käses bestreuen. Dann die andere Hälfte der Hackmischung einfüllen, wieder mit Brot und Käse bedecken, dann die Wirsingblätter umklappen, mit den übriggebliebenen die Masse abdecken, mit der restlichen Brühe aufgießen.

fast fertig zum Kochen

Gefäß auf den Herd und mit Deckel bei niedriger Temperatur das Ganze ca. 30 min köcheln lassen.

Danach das Ganze kurz ruhen lassen und auf einen Teller stürzen. Ich nehme einen Pastateller mit hohem Rand, falls die Masse flüssiger als angenommen ist. Nach dem Stürzen kann das Gericht sofort servier werden.

Das aktuelle war mein 3. Versuch. Die hohe Pfanne hat gegenüber einem Topf den Vorteil, dass der Kuchen besser rausgeht, aber es muss erstmal ein Teller oder eine Platte her, auf die das Ergebnis auch passt.  Aus einem Topf ist der Kuchen außerdem kompakter.  Die Menge reicht für 4 Personen, außer jemand hat sehr viel Hunger, dann nicht. Kümmel ist nicht jedermanns Sache, aber wer ihn nicht mag und weglässt, sollte sich der Folgen bewusst sein, die der Kohl auf die Verdauung hat.

servierfertig

Rote Bete Puffer

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Ich hatte noch nie mit frischen Roten Beten gekocht, war aber neugierig darauf. Und ich wollte sie irgendwie gebraten zubereiten. Beim Stöbern bin ich auf das super geniale Rote Bete Puffer-Rezept von Barbara gestoßen. Schmeckt wirklich spannend und lecker. Ich kannte bisher Rote Bete meist in einer süßlichen oder säuerlichen Variante. Das trifft hier nicht zu, man hat die schlichten Bete. Dazu passt gut ein Kräuterquark.

  • 1 frische Rote Bete Knolle
  • 2 – 3 kleine Kartoffeln
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Ei
  • 1-2 EL Mehl
  • Muskat, Chilli
  • Salz, Pfeffer
  • Öl oder Butterschmalz zum braten

Beim arbeiten mit den Beten am besten Einweghandschuhe benutzen. Die Kartoffeln und die Rote Bete schälen und mit einer groben Reibe raspeln. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Alle Zutaten miteinander verkneten und den Pufferteig ein paar Minuten ruhen lassen.

Das Öl in der Pfanne erhitzen, den Teig mit einem Löffel zu flachen Puffer verstreichen. So ca 3 Minuten pro Seite backen. Ist etwas schwer zu sagen, weil man die Bräunung nicht so gut wie bei Kartoffelpuffern sehen kann. Die fertigen Puffer in Küchenpapier abtropfen lassen und im Ofen warm halten bis alles fertig ist.

Semmeln auf Bagel-Art

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Ich wollte  heute früh Semmeln machen und mal ausprobieren was passiert, wenn ich sie vorm Backen kurz im Wasser wallen lasse. Das Ergebnis hat die Konsistenz von Bagels, schmeckt aber nicht so sehr nach Milchbrötchen wie Bagels. Mir schmecken sie eigentlich besser und ist ein bisschen einfacher zu zubreiten.

Ich habe keine genaue Mengenangaben. Habe nach Gefühl am Vorarbend einen Hefeteig mit Mehl, Wasser, Salz, etwas Zucker und Olivenöl zusammen geknetet. Am nächsten Tag formte ich daraus kleine längliche Semmeln, ließ sie etwas ruhen. Dann für eine Minute in leicht wallendes Wasser mit Salz und Zucker. Und anschließend bei 180°C im Umluftherd für ca 20 Minuten golden gebacken.

gebratener Mangold mit Hummus

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Auf dem Wochenmarkt lachte mich der rote Mangold an, also musste er mit.
Ich wollte den Mangold allerdings mal anders zubereiten als blanchiert.  Beim Rezepte-Stöbern bin ich hier vorbei gekommen, was mich auf die Idee brachte, dass Kichererbsen und Feta dazu ne interessante Idee sind. Und ich wollte auch mal Hummus ausprobieren und dachte, dass das gut zusammen passt, was es auch tut.

  • 2 – 3 Stangen roter Mangold
  • 50g Feta
  • Zitronensaft
  • 1/2 Tasse Kichererbsen (aus der Dose, oder getrocknete die eingeweicht und gekocht wurden)
  • 1 EL Tahin
  • 1-2 EL Olivenöl
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • Schwarzkümmel
  • Salz, Pfeffer

Für das Hummus die Kichererbsen mit etwas von dem Wasser aus der Dose oder Kochwasser, den Tahin und dem Olivenöl im Blender pürieren. Ein bis zwei Zehen von dem Knoblauch ganz fein hacken und dazu geben. Nicht in den Blender geben, sonst wird er bitter. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und ein bisschen Schwarzkümmel darüber streuen.

Die Blätter vom Mangold in Streifen schneiden, ebenso die Stiele in Stücke schneiden. Den Knoblauch in Scheiben schneiden und zusammen mit den Mangoldstielen anbraten. Wenn die Steile durch, aber noch leicht knackig sind, auch die klein geschnittenen Mangoldblätter dazu geben und kurz durch die Pfanne schwenken. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und klein zerkrümelten Feta darüber streuen.

Bauchspeck im Fladenbrot

Mitten in der Grillsaison, um mich herum wird lustig gegrillt, aber ich hab keinen. Hatte aber trotzdem Lust auf knusprigen Bauchspeck.


Ich hatte eine Marinade aus Tomatenmark, Sojasoße, Honig und Olivenöl gemacht. Hatte zwei Fladenbrote in der Pfanne gebacken, eine Joghurt-Knoblauch-Soße gemacht und noch eine Tomate dazwischen. Der gebratene Bauchspeck war zwar nicht ganz so gut wie gegrillt, aber trotzdem lecker.

Das war nix: Gorgonzola-Soße mit Wasser

Mal was um die Kategorie “nicht nachmachen” zu erfinden.

Ich hatte mir heute eine Gorgonzola-Soße zu Nudeln gekocht, und hab zum Ablöschen der Zwiebeln etwas Wasser statt Sahne genommen. Hatte gedacht, dass ich sonst nen halben Becher Sahne übrig hätte, der nicht verbraucht wird und der Milch hatte ich auch nicht mehr getraut.

So hatte die Soße überhaupt nichts Rundes, war nicht sämig, sondern leicht stückig (nicht flockig). Kurz und knapp: es war schade um den Käse und die Nudeln. Ungenießbar.

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